LSVD

HINWEISE

TOLERANZ UND RESPEKT

"Die positive Vermittlung von Vielfalt und Toleranz ist ein gelungener Ansatz, die Erziehungskompetenz der Eltern zu fördern, Migrantenfamilien stark zu machen, sie bei der Bewältigung von Problemen zu unterstützen und somit die Integration der Familien positiv zu begleiten."

Gerd Hoofe, Staatssekretär im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend



Homosexualität und Migrationsfamilien

Glossar-Übersicht

Glossar

Sünde

Die Katholische Amtskirche hält an ihrer Ablehnung von Homosexualität fest. Allerdings betont selbst der Vatikan, es sei "nachdrücklich zu bedauern, dass homosexuelle Personen Objekt übler Nachrede und gewalttätiger Aktionen waren und weiterhin noch sind."
In den Evangelischen Kirchen ist die Diskussion viel weiter. Zwar gibt es auch dort noch Stimmen, die Homosexualität als Verstoß gegen "Gottes Wort" betrachten. Die Tendenz geht aber in eine andere Richtung. Die Evangelische Kirche im Rheinland hat sich ausdrücklich von "zwei Jahrtausenden schlimmster Verfolgungen homosexuell liebender Menschen durch die Kirche" distanziert und beschlossen, "Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Pfarrerinnen und Pfarrer wegen ihrer Homosexualität nicht zu benachteiligen".
Im Islam gibt es keine vergleichbare theologische Diskussion über Homosexualität. Die konventionelle islamische Bewertung von Sexualität geht von einem klaren Machtverhältnis zwischen den Geschlechtern aus: männliche Dominanz und weibliche Unterordnung. In der orthodoxen Koran-Auslegung gilt Homosexualität als Sünde, als Verstoß gegen die göttliche Ordnung. Viele Muslime verstehen den Islam aber als eine tolerante Religion. Der individuelle Gott kann gnädiger sein, als mancher Imam verkündet. In einer Radiosendung drückte das ein junger Schwuler türkischer Herkunft so aus: "Also ich weiß, dass der Islam sehr tolerant ist und ich denke mir, dass da auch ein Platz für Schwule sein kann."