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Hinweise

DIE BEDEUTUNG DER FAMILIE

Der in den Niederlanden sehr bekannte Innenarchitekt Benno Premsela wurde einmal gefragt, was für ihn in seiner Jugend unter der nationalsozialistischen Schreckensherrschaft schwerwiegender gewesen sei:

„Sie waren verfolgt und in Gefahr als junger Jude und als junger Homosexueller. Was war schwieriger für Sie?“

„Als Jude wurde ich aufgefangen durch meine Familie“, antwortete Benno Premsela.

„Als junger Homosexueller wird man im Prinzip nicht aufgefangen. Um es schwarz-weiß zu sagen: Die Familie kann dich hinauswerfen, weil du homosexuell bist.“

(zitiert nach van Dijk 1997, 174).



Homosexualität und Migrationsfamilien

Was tun, wenn Ümit schwul ist? | Im Seniorenclub


Schwule Söhne und lesbische Töchter stellen Eltern oft vor ein Problem. Gefragt, was sie tun würden, wenn ihr Sohn schwulschwul
Von schwül = drückend warm. Zunächst abschätzige Bezeichnung für "homosexuell", heute positiv verwendete Selbstbezeichnung von Homosexuellen. "Ich bin schwul und das ist auch gut so", sagte Klaus Wowereit 2001 bei seiner Wahl zum Bürgermeisterkandidaten mutig und selbstbewusst in der Öffentlichkeit. Damit nahm er möglichen Verleumdern den Wind aus den Segeln.
wäre bzw. was sie anderen empfehlen würden, sind die meisten ratlos. Azize Tank, Migrationsbeauftragte von Charlottenburg-Wilmersdorf in Berlin spielt die Mutter Sevinç, die ihre Freundin um Rat bittet, weil der Sohn schwulschwul
Von schwül = drückend warm. Zunächst abschätzige Bezeichnung für "homosexuell", heute positiv verwendete Selbstbezeichnung von Homosexuellen. "Ich bin schwul und das ist auch gut so", sagte Klaus Wowereit 2001 bei seiner Wahl zum Bürgermeisterkandidaten mutig und selbstbewusst in der Öffentlichkeit. Damit nahm er möglichen Verleumdern den Wind aus den Segeln.
ist.

Hat er mit Puppen gespielt?

Kinder und Enkelkinder haben sie heranwachsen sehen. Selbstbewusstsein, Lebenserfahrung und Stärke zeichnen diese Frauen aus. Aber bei der Frage, was zu tun wäre, wenn Ümit schwulschwul
Von schwül = drückend warm. Zunächst abschätzige Bezeichnung für "homosexuell", heute positiv verwendete Selbstbezeichnung von Homosexuellen. "Ich bin schwul und das ist auch gut so", sagte Klaus Wowereit 2001 bei seiner Wahl zum Bürgermeisterkandidaten mutig und selbstbewusst in der Öffentlichkeit. Damit nahm er möglichen Verleumdern den Wind aus den Segeln.
ist, sind sie ratlos: Ist es angeboren? Gottgewollt? Dann müssen wir es akzeptieren. Kann man es heilen? Woher sollen wir wissen, was zu tun ist – niemand spricht über HomosexualitätHomosexualität
Homosexualität ist Liebe und Sexualität, die zwischen gleichgeschlechtlichen Partnerinnen oder Partnern gelebt wird. Homosexualität ist ein Aspekt der äußerst vielgestaltigen menschlichen Sexualität. Homosexualität ist den Schwulen und Lesben so selbstverständlich wie der Bevölkerungsmehrheit die Heterosexualität. In allen Kulturen und Epochen der Weltgeschichte findet man Menschen, deren Gefühle und sexuelle Wünsche sich auf das eigene Geschlecht richten. Homosexualität bedeutet nicht nur Sex, sondern vor allem lieben und geliebt werden. Homosexualität gehört zu den Möglichkeiten des Menschengeschlechts. Erklärungsbedürftig ist somit nicht die Homosexualität. Erklärungsbedürftig ist vielmehr, warum in unserer Gesellschaft immer noch viele Menschen Schwule und Lesben verachten und anfeinden.
. Fragen werden gestellt: „Wie war Ümit als Kind?“, „Hat er mit Puppen gespielt?“, „Hast du ihn oft genug zu den Mädchen geschickt?“ Azize macht deutlich, dass es nicht die „falsche“ Erziehung ist.

Die Familie bricht auseinander

Eine nach der anderen versucht, sich das Undenkbare vorzustellen: Was würde ich tun, wenn mein Sohn schwulschwul
Von schwül = drückend warm. Zunächst abschätzige Bezeichnung für "homosexuell", heute positiv verwendete Selbstbezeichnung von Homosexuellen. "Ich bin schwul und das ist auch gut so", sagte Klaus Wowereit 2001 bei seiner Wahl zum Bürgermeisterkandidaten mutig und selbstbewusst in der Öffentlichkeit. Damit nahm er möglichen Verleumdern den Wind aus den Segeln.
wäre? Zur Ratlosigkeit kommt der Schock und Trauer hinzu. Azize Tank bittet die Mütter zu erläutern, warum: Die Familie würde auseinander brechen, die Verwandten würden es nicht akzeptieren. Und der Vater – schlimme Reaktionen befürchtet man von der männlichen Seite. Streit zwischen den Eltern ist zu erwarten. Und plötzlich ist es klar: Wir müssen zu unseren Kindern stehen, egal was die anderen sagen.

Das Interesse ist geweckt

Die Atmosphäre ist freundlich, neugierig. Am Ende wollen viele Mütter mehr Informationen haben. Die Broschüren werden den Gästen aus den Händen gerissen. Die Diskussion im Club dauert zwei Stunden. Die Fragen werden die Anwesenden noch lange bewegen.