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Homosexualität und Migrationsfamilien

FAQ – Häufig gestellte Fragen

Wie entsteht Homosexualität?


Seit über 100 Jahren wird diskutiert: Ist HomosexualitätHomosexualität
Homosexualität ist Liebe und Sexualität, die zwischen gleichgeschlechtlichen Partnerinnen oder Partnern gelebt wird. Homosexualität ist ein Aspekt der äußerst vielgestaltigen menschlichen Sexualität. Homosexualität ist den Schwulen und Lesben so selbstverständlich wie der Bevölkerungsmehrheit die Heterosexualität. In allen Kulturen und Epochen der Weltgeschichte findet man Menschen, deren Gefühle und sexuelle Wünsche sich auf das eigene Geschlecht richten. Homosexualität bedeutet nicht nur Sex, sondern vor allem lieben und geliebt werden. Homosexualität gehört zu den Möglichkeiten des Menschengeschlechts. Erklärungsbedürftig ist somit nicht die Homosexualität. Erklärungsbedürftig ist vielmehr, warum in unserer Gesellschaft immer noch viele Menschen Schwule und Lesben verachten und anfeinden.
durch „Umwelteinflüsse“ erworben oder anlagebedingt, also angeboren? Alle paar Jahre kommt in der Wissenschaft eine neue Mode-Theorie auf, die von sich behauptet, die Ursache entschlüsselt zu haben. Alles mögliche wurde bereits für die Entstehung von HomosexualitätHomosexualität
Homosexualität ist Liebe und Sexualität, die zwischen gleichgeschlechtlichen Partnerinnen oder Partnern gelebt wird. Homosexualität ist ein Aspekt der äußerst vielgestaltigen menschlichen Sexualität. Homosexualität ist den Schwulen und Lesben so selbstverständlich wie der Bevölkerungsmehrheit die Heterosexualität. In allen Kulturen und Epochen der Weltgeschichte findet man Menschen, deren Gefühle und sexuelle Wünsche sich auf das eigene Geschlecht richten. Homosexualität bedeutet nicht nur Sex, sondern vor allem lieben und geliebt werden. Homosexualität gehört zu den Möglichkeiten des Menschengeschlechts. Erklärungsbedürftig ist somit nicht die Homosexualität. Erklärungsbedürftig ist vielmehr, warum in unserer Gesellschaft immer noch viele Menschen Schwule und Lesben verachten und anfeinden.
verantwortlich gemacht: von Hormonstörungen bis hin zu einem „untypischen Körperbau“, z.B. einem breiten Becken beim Mann. Psychologen suchten die Ursache fürs Schwulsein in einer ungewöhnlich starken Mutterbindung. 1993 machte die Nachricht die Runde, im menschlichen Erbgut sei das „Schwulen-Gen“ entdeckt worden. Andere Gen-Forscher bestreiten dagegen heftig dessen Existenz. Nur über eines sind sich die meisten Wissenschaftler einig: Die sexuelle Ausrichtung liegt sehr frühzeitig fest, lange vor der Pubertät. Ob wir homosexuell oder heterosexuell sind, liegt außerhalb unserer Einflussmöglichkeiten, unseres Willens und unserer Umgebung. Eltern müssen sich nicht vorwerfen, sie hätten etwas „falsch gemacht“.
Siehe auch Glossar: Sexuelle OrientierungSexuelle Orientierung
Die sexuelle Orientierung (Geschlechtspartner-Orientierung) festigt sich erst in der Pubertät. Man geht davon aus, dass kleine Kinder zunächst bisexuell sind, denn sie können sich sowohl mit der Mutter als auch mit dem Vater eine sinnliche Beziehung vorstellen. Später jedoch sind die meisten Mädchen und Jungen heterosexuell, sie verlieben sich nur in Menschen des anderen Geschlechts.

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Ist Homosexualität eine Krankheit?

HomosexualitätHomosexualität
Homosexualität ist Liebe und Sexualität, die zwischen gleichgeschlechtlichen Partnerinnen oder Partnern gelebt wird. Homosexualität ist ein Aspekt der äußerst vielgestaltigen menschlichen Sexualität. Homosexualität ist den Schwulen und Lesben so selbstverständlich wie der Bevölkerungsmehrheit die Heterosexualität. In allen Kulturen und Epochen der Weltgeschichte findet man Menschen, deren Gefühle und sexuelle Wünsche sich auf das eigene Geschlecht richten. Homosexualität bedeutet nicht nur Sex, sondern vor allem lieben und geliebt werden. Homosexualität gehört zu den Möglichkeiten des Menschengeschlechts. Erklärungsbedürftig ist somit nicht die Homosexualität. Erklärungsbedürftig ist vielmehr, warum in unserer Gesellschaft immer noch viele Menschen Schwule und Lesben verachten und anfeinden.
ist keine KrankheitKrankheit
Homosexualität ist keine Krankheit, auch wenn das viele Ärzte und Psychologen seit dem 19. Jahrhundert fest geglaubt haben. Sie haben Schwule und Lesben menschenverachtenden "Therapien" unterzogen, um deren sexuelle Identität "umzupolen". Alles ohne Erfolg. Homosexualität ist eine Ausdrucksform gegenseitiger Zuneigung und "unheilbar gesund". Die Ärzte haben ihren Fehler inzwischen eingesehen. 1993 hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO), eine Unterorganisation der Vereinten Nationen, Homosexualität aus der "Internationalen Liste für Krankheiten" gestrichen.
, auch wenn das viele Ärzte und Psychologen seit dem 19. Jahrhundert fest geglaubt haben. Sie haben Schwule und Lesben menschenverachtenden „Therapien“ unterzogen, um deren sexuelle Identität „umzupolen“. Alles ohne Erfolg. HomosexualitätHomosexualität
Homosexualität ist Liebe und Sexualität, die zwischen gleichgeschlechtlichen Partnerinnen oder Partnern gelebt wird. Homosexualität ist ein Aspekt der äußerst vielgestaltigen menschlichen Sexualität. Homosexualität ist den Schwulen und Lesben so selbstverständlich wie der Bevölkerungsmehrheit die Heterosexualität. In allen Kulturen und Epochen der Weltgeschichte findet man Menschen, deren Gefühle und sexuelle Wünsche sich auf das eigene Geschlecht richten. Homosexualität bedeutet nicht nur Sex, sondern vor allem lieben und geliebt werden. Homosexualität gehört zu den Möglichkeiten des Menschengeschlechts. Erklärungsbedürftig ist somit nicht die Homosexualität. Erklärungsbedürftig ist vielmehr, warum in unserer Gesellschaft immer noch viele Menschen Schwule und Lesben verachten und anfeinden.
ist unheilbar gesund. Genauso wie jede andere Ausdrucksform gegenseitiger Zuneigung. Die Ärzte haben ihren Fehler eingesehen. 1993 hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO), eine Abteilung der Vereinten Nationen, HomosexualitätHomosexualität
Homosexualität ist Liebe und Sexualität, die zwischen gleichgeschlechtlichen Partnerinnen oder Partnern gelebt wird. Homosexualität ist ein Aspekt der äußerst vielgestaltigen menschlichen Sexualität. Homosexualität ist den Schwulen und Lesben so selbstverständlich wie der Bevölkerungsmehrheit die Heterosexualität. In allen Kulturen und Epochen der Weltgeschichte findet man Menschen, deren Gefühle und sexuelle Wünsche sich auf das eigene Geschlecht richten. Homosexualität bedeutet nicht nur Sex, sondern vor allem lieben und geliebt werden. Homosexualität gehört zu den Möglichkeiten des Menschengeschlechts. Erklärungsbedürftig ist somit nicht die Homosexualität. Erklärungsbedürftig ist vielmehr, warum in unserer Gesellschaft immer noch viele Menschen Schwule und Lesben verachten und anfeinden.
aus der „Internationalen Liste für Krankheiten“ gestrichen.
Die vergeblichen Heilungsversuche schildert Prof. Dr. rer. nat. Melanie C. Steffens: Heilungsversuche

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Kann man zu Homosexualität verführt werden?

Lange Zeit glaubte man, insbesondere Jugendliche könnten durch homosexuelle Kontakte auf die schiefe Bahn geraten, „umgepolt“ und damit schwulschwul
Von schwül = drückend warm. Zunächst abschätzige Bezeichnung für "homosexuell", heute positiv verwendete Selbstbezeichnung von Homosexuellen. "Ich bin schwul und das ist auch gut so", sagte Klaus Wowereit 2001 bei seiner Wahl zum Bürgermeisterkandidaten mutig und selbstbewusst in der Öffentlichkeit. Damit nahm er möglichen Verleumdern den Wind aus den Segeln.
oder lesbischlesbisch
Griechisch: von der griech. Insel Lesbos, auf der die Dichterin Sappho um 600 v. Chr. gelebt hat. Um die berühmte Philosophin und Künstlerin Sappho hatte sich ein Zirkel wissenshungriger und begabter Mädchen gesammelt. Früher sprach man daher auch von der "sapphischen Liebe" zwischen Frauen. Heute bezeichnet man die gleichgeschlechtliche Liebe zwischen Frauen als ‘lesbisch’.
werden. Die Sexualwissenschaft hat die Verführungstheorie in den Bereich der Ammenmärchen verbannt. Auf so einfachem Wege formt sich keine sexuelle Identität. Warum sollten Jugendliche –einmal an der HomosexualitätHomosexualität
Homosexualität ist Liebe und Sexualität, die zwischen gleichgeschlechtlichen Partnerinnen oder Partnern gelebt wird. Homosexualität ist ein Aspekt der äußerst vielgestaltigen menschlichen Sexualität. Homosexualität ist den Schwulen und Lesben so selbstverständlich wie der Bevölkerungsmehrheit die Heterosexualität. In allen Kulturen und Epochen der Weltgeschichte findet man Menschen, deren Gefühle und sexuelle Wünsche sich auf das eigene Geschlecht richten. Homosexualität bedeutet nicht nur Sex, sondern vor allem lieben und geliebt werden. Homosexualität gehört zu den Möglichkeiten des Menschengeschlechts. Erklärungsbedürftig ist somit nicht die Homosexualität. Erklärungsbedürftig ist vielmehr, warum in unserer Gesellschaft immer noch viele Menschen Schwule und Lesben verachten und anfeinden.
genascht –plötzlich immun werden gegen die tagtägliche Präsenz heterosexueller Leitbilder in der Familie, im Freundeskreis und in den Medien? Sie brauchen sich keine Sorgen zu machen: HomosexualitätHomosexualität
Homosexualität ist Liebe und Sexualität, die zwischen gleichgeschlechtlichen Partnerinnen oder Partnern gelebt wird. Homosexualität ist ein Aspekt der äußerst vielgestaltigen menschlichen Sexualität. Homosexualität ist den Schwulen und Lesben so selbstverständlich wie der Bevölkerungsmehrheit die Heterosexualität. In allen Kulturen und Epochen der Weltgeschichte findet man Menschen, deren Gefühle und sexuelle Wünsche sich auf das eigene Geschlecht richten. Homosexualität bedeutet nicht nur Sex, sondern vor allem lieben und geliebt werden. Homosexualität gehört zu den Möglichkeiten des Menschengeschlechts. Erklärungsbedürftig ist somit nicht die Homosexualität. Erklärungsbedürftig ist vielmehr, warum in unserer Gesellschaft immer noch viele Menschen Schwule und Lesben verachten und anfeinden.
ist nicht ansteckend. Nur zu Toleranz kann man verführt werden.
Siehe auch Glossar: KriminalitätKriminalität
Immer wieder liest man in der Presse Schlagzeilen wie "Gewalttat im Homosexuellen-Milieu". Das vermittelt den Eindruck, in diesem "Milieu" würden sich die Homosexuellen gegenseitig an die Gurgel gehen. Die Wahrheit ist: Diese Täter sind keine Schwulen. Im Gegenteil: es sind meist junge heterosexuelle Männer, die mit ihrer Männlichkeit und Männerrolle Probleme haben. Sie schlagen, würgen oder stechen aus Hass auf Homosexuelle. Die Gewalt kommt von außen. Natürlich sind auch nicht alle Schwule und Lesben Engel. US-Forscher haben aber ermittelt: In homosexuellen Beziehungen kommt es viel seltener zu Gewalttaten als bei "normalen" Eheleuten.
und SubkulturSubkultur
Begegnungsstätten für Lesben und Schwule wie Cafés, Bars, Diskotheken werden oft Subkultur oder kurz "Sub" genannt. Subs sind häufig nach Geschlechtern getrennt, zunehmend sind schwul-lesbische Lokalitäten aber auch für Heterosexuelle offen: "Gemischtes Publikum" ist erwünscht. Neben der Kneipen- und Disco-Landschaft hat sich aus der schwulen und lesbischen Emanzipationsbewegung eine alternative Subkultur entwickelt: Kommunikationszentren, Buchläden, Beratungseinrichtungen, Jugendgruppen, lesbisch-schwule Sportvereine und vieles mehr. Zur Subkultur gehören im schwulen Sektor auch Treffpunkte, die vor allem sexuellen Kontakten dienen, wie Klappen (öffentliche Toiletten), Saunen, Parks.

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Wie erkenne ich, ob mein Kind homosexuell ist?

Ob der Sohn schwulschwul
Von schwül = drückend warm. Zunächst abschätzige Bezeichnung für "homosexuell", heute positiv verwendete Selbstbezeichnung von Homosexuellen. "Ich bin schwul und das ist auch gut so", sagte Klaus Wowereit 2001 bei seiner Wahl zum Bürgermeisterkandidaten mutig und selbstbewusst in der Öffentlichkeit. Damit nahm er möglichen Verleumdern den Wind aus den Segeln.
oder die Tochter lesbischlesbisch
Griechisch: von der griech. Insel Lesbos, auf der die Dichterin Sappho um 600 v. Chr. gelebt hat. Um die berühmte Philosophin und Künstlerin Sappho hatte sich ein Zirkel wissenshungriger und begabter Mädchen gesammelt. Früher sprach man daher auch von der "sapphischen Liebe" zwischen Frauen. Heute bezeichnet man die gleichgeschlechtliche Liebe zwischen Frauen als ‘lesbisch’.
ist, ist von „außen“ nicht zu sehen. Das kann nur Ihr Kind selbst beantworten. Sie können den Sohn oder die Tochter fragen, aber viele wollen nicht darüber sprechen. Die meisten ahnen lange bevor sie sich dazu bekennen können, dass sie anders empfinden als viele ihrer Klassenkameraden. Die Betroffenen sind sich häufig erst dann sicher, wenn sie eine feste Beziehung haben.
Siehe auch Glossar: AussehenAussehen
Lesben und Schwule erkennt man nicht am Aussehen. Viele bevorzugen ein Outfit, das absolut Schwiegermütter-tauglich ist und nichts Spektakuläres an sich hat. Die Kultur der Schwulen und Lesben ist vielfältig. Sie geht von mausgrau bis knallbunt. Die sogenannte "Lederszene" der Schwulen legt bei der Freizeitkluft besonderen Wert auf ein betont männliches Auftreten: Stiefel, Jeans, Leder. Auch Lesben lieben die Verkleidung und spielen mit Versatzstücken der traditionellen Geschlechtsrollen. Andere wiederum verweigern sich bewusst kommerziellen Modediktaten.
und Coming outComing out
Englisch: Herauskommen. So nennt man das Eingestehen der eigenen Homosexualität gegenüber sich selbst und anderen. Darüber hinaus wird auch der Zeitpunkt als Coming out bezeichnet, an dem der Betroffene sein Anders-Sein begreift und akzeptiert. In dieser Zeit des Coming outs fühlen sich die Betroffenen oft sehr verletzlich, weil sie die Sicherheit ihres gesellschaftlichen Verstecks verlassen und wenig Rollenvorbilder haben. Gleichzeitig wird das Coming out auch als befreiend erlebt, weil man endlich ganz zu sich selbst stehen kann.

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Kann mein Sohn schwul werden, wenn ich ihn nicht streng genug erziehe?

Nein, auch Jungen, die streng oder in altmodisch männlicher Weise erzogen werden, können schwulschwul
Von schwül = drückend warm. Zunächst abschätzige Bezeichnung für "homosexuell", heute positiv verwendete Selbstbezeichnung von Homosexuellen. "Ich bin schwul und das ist auch gut so", sagte Klaus Wowereit 2001 bei seiner Wahl zum Bürgermeisterkandidaten mutig und selbstbewusst in der Öffentlichkeit. Damit nahm er möglichen Verleumdern den Wind aus den Segeln.
sein. So gibt es beispielsweise auch beim Militär oder in Internaten schwule Beziehungen. Die Erziehung hat keinen Einfluss auf die sexuelle Ausrichtung.
Siehe auch Glossar: Warmer BruderWarmer Bruder
Verächtlicher Ausdruck für einen homosexuellen Mann, mit dem man anderen zeigen möchte, dass man selbst nicht so ist: sanft, freundlich, ‘weich’ usw. Mit solchem Spott werden gerne auch andere Männer belegt, wenn sie es wagen, ihre konventionelle Männerrolle zu verlassen oder aufzubrechen. Dabei gehört mehr Mut und Stärke dazu, sich zu trauen, ‘anders’ zu sein als andere Menschen, als in der Mehrheit einfach mitzutrotten.

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Spielt bei den Homosexuellen eigentlich immer eine Person die Frau und die andere den Mann?

Es ist ein weit verbreiteter Irrglaube, dass in einer homosexuellen Beziehung einer den Mann, der andere die Frau spielen würde. Die Wirklichkeit sieht anders aus. Bei schwulen und lesbischen Paaren kommt eine Aufgabenverteilung entlang der traditionellen Geschlechtsrollen kaum vor. Das gilt für den Alltag, Haushalt und Beruf. Auch im homosexuellen Ehebett gibt es selten feste Rollenzuweisungen. Vielfach stimmt inzwischen das Klischee von der traditionellen Aufgabenteilung zwischen Männern und Frauen nicht einmal mehr für heterosexuelle Paare, oder?
Siehe auch Glossar: AndrogynieAndrogynie
Unter "Androgynie" versteht man die Vereinigung männlicher und weiblicher Körpermerkmale und Wesenszüge in einer einzigen Person. Eine androgyne Persönlichkeit vereint auch die positiv bewerteten weiblichen und männlichen Eigenschaften. Je nach Situation kann sich ein androgyner Mensch eher weiblich oder männlich verhalten. Philosophisch betrachtet drückt Androgynie nicht nur die Sehnsucht nach einem vollkommenen Körper aus, sondern auch die Sehnsucht nach einem paradiesischen Urzustand und der verlorengegangenen Einheit und Harmonie mit dem Kosmos.
und Geschlechterrolle

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Warum gibt es eigentlich auf einmal so viele Homosexuelle?

Mancher hat den Eindruck, der Anteil der Schwulen und Lesben in unserer Gesellschaft würde ständig zunehmen. Es gibt aber Anzeichen dafür, dass der Prozentsatz der Menschen, die ausschließlich homosexuell empfinden, über verschiedene Epochen hinweg eher konstant ist. Vor wenigen Jahren noch war für die meisten Schwulen und Lesben ein „offenes Auftreten“ ebenso wenig vorstellbar wie ein Zusammenleben als Paar. Enttarnung hätte das soziale „Aus“ bedeutet. Heute trifft man immer öfter auf homosexuelle Paare: in Fernsehserien, beim Betriebsausflug oder beim Einkaufen auf dem Wochenmarkt. Was sich geändert hat, ist nicht die Zahl, sondern der gesellschaftliche Status und damit die Sichtbarkeit.
Siehe auch Glossar: MinderheitMinderheit
Homosexuelle sind eine Minderheit, die sich der statistischen Erfassung weitgehend entzieht. Auch für Deutschland gibt es bislang keine gesicherten Zahlen. Dafür wurden in den USA, Großbritannien und Frankreich umfangreiche Untersuchungen über das Sexualverhalten durchgeführt. Wissenschaftler vertreten heute die Einschätzung, dass sich in den westlichen Gesellschaften etwa 3 % der über 20jährigen Männer selbst als homosexuell verstehen und damit eine "homosexuelle Identität" haben. Zusätzlich zu den 3 % Schwulen weisen weitere 3 % der Männer in ihrer Biographie längere bisexuelle Phasen auf. Die Verbreitung lesbischer Identitäten ist weniger gut erforscht. US-Sexualwissenschaftler wollen herausgefunden haben, dass gleichgeschlechtliche Sexualkontakte wie auch die Ausbildung "homosexueller Identität" unter Frauen etwas seltener verkommen als unter Männern. Neben den Homo- und Bisexuellen sammelt auch manch Heterosexueller gelegentlich gleichgeschlechtliche Erfahrungen. Es gibt mehr Homosexualität auf der Welt, als es Schwule und Lesben gibt.
und LebenspartnerschaftLebenspartnerschaft
Im Jahr 2001 wurde in der Bundesrepublik Deutschland die sogenannte Eingetragene Lebenspartnerschaft eingeführt. Nun können auch zwei Menschen des gleichen Geschlechts eine eheähnliche Lebenspartnerschaft gründen. Die Lebenspartner sind in einigen, aber nicht allen Punkten rechtlich der Ehe gleichgestellt. Das Gesetz geht auf die Initiative des Bundestagsabgeordneten Volker Beck (LSVD-Vorstand und Bündnis90/Die Grünen) zurück. Bisher haben ca. 2 % der homosexuellen Paare eine Lebenspartnerschaft begründet. Heute haben viele Staaten noch weitergehende rechtliche Regelungen. In Spanien, Belgien, den Niederlanden und Kanada gibt es die Möglichkeit der Ehe für Homosexuelle. In Südafrika hat das Parlament ebenfalls die volle Gleichstellung homosexueller Partnerschaften beschlossen

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